Der große CMS-Vergleich 2020

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Inhaltsverzeichnis

An wen richtet sich dieser Artikel?

Dieser Artikel richtet sich an alle,

  • die erfahren möchten, was CMS sind,
  • die die wichtigsten CMS für den deutschen Markt kennen lernen möchten
  • die Vor- und Nachteile der verschiedenen CMS kennenlernen möchten,
  • die herausfinden möchten, welches CMS am besten zu den eigenen Anforderungen passt,

Was sind CMS?

CMS ist die Abkürzung von Content-Management-System (Inhaltverwaltungssystem). CMS ermöglichen die Verwaltung von Website-Inhalten. Website-Inhalte sind zum Beispiel Blog-Beiträge, Menüs oder Landingpages. Bei allen CMS in diesem Vergleich können die Inhalte komfortabel über eine mitgelieferte Webanwendung (siehe Abbildung 1.0) verwaltet. Manche CMS bieten ihren Nutzern neben einer Webanwendung eine Smartphone-App, so zum Beispiel das CMS WordPress.

Die Aufgabe eines CMS ist es, Personen ohne Programmierkenntnisse die Verwaltung von Websites zu ermöglichen. Bei allen in diesem Test vorgestellten CMS wird das Website-Design über Themes festgelegt.

Blank Software - WordPress Dashboard
Abbildung 1.0: Screenshot: WordPress-Dashboard

Was sind Themes?

Themes geben das Website-Design vor. Vereinfacht ausgedrückt, das CMS ist für den Website-Inhalt zuständig und das Theme für die Darstellung dieser Inhalte. Während die meisten CMS auch von Einsteigern bedient werden können, benötigt die Erstellung von Themes Programmierkenntnisse.

Themes bieten den großen Vorteil, dass Inhalt und Design strikt voneinander getrennt sind. Änderungen am Design lassen den Inhalt unberührt und Änderungen am Inhalt lassen das Design unberührt.

Anmerkung: Wenn Sie nur eine private Website betreiben möchten, müssen Sie nicht zwangsläufig ein individuelles Theme programmieren lassen. Im Netz gibt es bereits fertige Themes, die Sie für Ihr privates Projekt verwenden können. Hierzu im Abschnitt „Was kostet die Entwicklung einer Webseite auf CMS Basis?“ mehr.

Abgrenzung CMS und Homepage-Baukasten

Homepage-Baukästen sind eine Sonderform von CMS. Diese ermöglichen über WYSIWYG-Editoren (What You See Is What You Get) die Webseite-Erstellung ohne Programmierkenntnisse. Individualisierungsgrad und Funktionsumfang von Website-Baukästen können nicht mit klassischen CMS wie WordPress oder TYPO3 verglichen werden. Daraus resultiert, dass sich die Zielgruppe von Website-Baukästen vor allem aus Privatpersonen und Kleinunternehmen zusammensetzt.

Bekannte Anbieter von Website-Baukästen sind Jimdo (siehe Abbildung 1.1), Wix und Squarespace. Für viele klassische CMS gibt es Erweiterungen von Drittanbietern, die den Funktionsumfang um die Funktionalitäten eines Website-Baukasten ergänzen.

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Abbildung 1.1: Screenshot Jimdo

Überblick CMS-Anbieter

Sie werden im Laufe dieses Artikels die CMS WordPress, Joomla, Drupal und TYPO3 kennenlernen.

WordPress ist Marktführer und dominiert mit einem Marktanteil von 63,5% seit vielen Jahren den Markt. Dahinter folgen Joomla mit 3,8% und Drupal mit 2,6%. TYPO3 befindet sich mit 1,2% Marktanteil nicht mehr unter den Besten zehn, ist für den deutschen Markt aber dennoch relevant, da es bei Großunternehmen eine hohe Wertschätzung genießt. Die verbleibenden 28,9% teilen sich Shopsysteme wie Shopify (4,7%) und verschiedene kleinere CMS.

CMS-Marktanteil 2020
Abbildung 1.2: CMS-Marktanteil 2020

WordPress

Screenshot vom CMS WordPress
Abbildung 2.0: WordPress-Website-Screenshot

Das erste CMS, das ich Ihnen in diesem Vergleich vorstellen möchte, ist WordPress. WordPress ist mit 63,5% Marktanteil der Marktführer. Weltweit werden über 37% aller Websites mit WordPress betrieben. Wie alle CMS in diesem Test ist WordPress frei und kostenlos. Seit 2003 wird WordPress vom Amerikaner Matthew Mullenweg und seiner Firma Automattic entwickelt.

WordPress finanziert sich durch Spenden, Einnahmen aus dem hauseigenen Hosting-Dienstleister WordPress.com und durch kostenpflichtige Erweiterungen.

Vorteile WordPress

Riesige Community

Sie wissen bereits, dass mehr als 37% aller Internetseiten mit WordPress betrieben werden. Aktuell gibt es mehr als 1,8 Milliarden Seiten, das bedeutet, dass mit WordPress mehr als 600 Millionen Seiten betrieben werden. Logisch, dass die WordPress-Community riesig ist.

Zu einem so populärem Thema gibt es unzählige Artikel und Foren im Internet. Außerdem werden bei so vielen Anwendern mögliche Sicherheitslücken schnell entdeckt und können behoben werden.

Da WordPress eine sehr breite Zielgruppe bietet, existieren viele Firmen, die sich auf die Entwicklung von Erweiterungen und Themes für WordPress spezialisiert haben. Im WordPress-Plugin-Verzeichnis (siehe Abbildung 2.1) sind derzeit über 57.000 Plugins (Plugins sind nichts anderes als Erweiterungen oder Apps) registriert. Über dritte Quellen lassen sich weitere Plugins beziehen.

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Abbildung 2.1: Screenshot WordPress-Plugin-Verzeichnis

Hohe Benutzerfreundlichkeit

WordPress zeichnet sich durch sehr hohe Benutzerfreundlichkeit aus. Die Verwaltung einer WordPress-Website ist auch für Anfänger mit ein wenig Einarbeitung machbar. Der Editor von WordPress ähnelt Textbearbeitungssoftware wie Microsoft Word oder Google Docs. Die vertraute Oberfläche ermöglicht vielen Nutzern einen schnellen Einstieg in die Welt von WordPress.

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Abbildung 2.2.: Screenshot WordPress-Beitragseditor

Automatische Updates

WordPress führt Sicherheitsupdates automatisch durch. Seit Version 5.5 werden zudem Updates für Plugins automatisch durchgeführt. Das erspart Verwaltungsaufwand und sorgt für erhöhte Sicherheit durch immer aktuelle Versionen.

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Abbildung 2.3.: Screenshot WordPress Automatische Updates

Gute Suchmaschinenoptimierung

SEO (Search Engine Optimization), auf deutsch Suchmaschinenoptimierung, fasst Methoden zusammen, die das Ziel haben, durch Optimierungsmaßnahmen bessere Positionen in den Suchergebnissen zu erzielen.

WordPress ist von Haus aus bereits gut für Suchmaschinen optimiert. Auch ohne weiteres Zutun sind einem mit WordPress oftmals gute Positionen sicher. Für versiertere Nutzer gibt es im Plugin-Verzeichnis hochwertige Erweiterungen wie Yoast SEO und Rank Math (siehe Abbildung 2.2.).

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Abbildung 2.4: Screenshot Rank Math-Dashboard

Günstige Entwicklungskosten

Ich hatte bereits erwähnt, dass für WordPress sehr viele Plugins verfügbar sind. Viele Funktionalitäten die nicht im Kern von WordPress vorhanden sind, lassen sich daher mit einer Erweiterung aus dem Plugin-Verzeichnis ergänzen. Das sorgt dafür, dass im Vergleich zu anderen CMS weniger Funktionalitäten individuell entwickelt werden müssen. Das macht die Entwicklung von WordPress-Seiten meist günstiger als die Entwicklung von Webseiten auf Basis eines vergleichbaren CMS.

Nachteile WordPress

Keine native Mehrsprachigkeit

In WordPress sind mehrsprachige Website-Inhalte leider nur mit Plugin möglich. Andere CMS bieten diese Funktion bereits von Haus aus an. Da immer mehr Unternehmen auch Kunden im Ausland bedienen möchten, wäre es wünschenswert, wenn WordPress die Mehrsprachigkeit in den Standardfunktionsumfang integriert.

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Joomla

Abbildung 3.0: Screenshot Joomla-Website
Abbildung 3.0: Screenshot Joomla-Website

Joomla besitzt im Jahr 2020 einen weltweiten Marktanteil von 3,8% an allen CMS und bildet damit hinter WordPress und dem Shopsystem Shopify Platz drei. Im Jahr 2005 ist Joomla aus dem CMS Mambo hervorgegangen. Wie alle CMS in diesem Vergleich ist Joomla kostenloses und frei.

Joomla finanziert sich durch Spenden und Sponsorenverträge. Besonders Hosting-Dienstleister tauchen vermehrt in der Sponsorenliste auf.

Vorteile Joomla

Integriertes SEO-Tool

Joomla verfügt bereits von Haus aus über gute Instrumente zur Suchmaschinenoptimierung. Neben den von Haus integrierten Werkzeugen existieren auch für Joomla verschiedene Plugins, mit denen versierte Nutzer die Funktionalitäten erweitern können. Ein bekanntes SEO-Plugin für Joomla ist sh404SEF.

Komplexe Rechteverwaltung

Joomla bietet bereits im Standardfunktionsumfang eine ausgefeilte Rechteverwaltung. Jeder Benutzer kann dabei einer Gruppe (siehe Abbildung 3.1) zugewiesen werden. Über Gruppen kann exakt festgelegt werden, über welche Rechte die zur Gruppe gehörenden Benutzer verfügen dürfen.

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Abbildung 3.1: Screenshot Joomla-Benutzergruppen

Mehrsprachigkeit

Mit Joomla lassen sich ohne Erweiterung mehrsprachige Inhalte erstellen. Besonders Unternehmen, die internationale Kunden bedienen, profitieren von dieser Funktion.

Nachteile Joomla

Keine Kommentarfunktion

Leider bietet Joomla keine native Kommentarfunktion. Kommentare sind für viele Firmen wichtig um Rückmeldungen von Kunden direkt über ihre Website empfangen zu können. Mittels Plugin lässt sich diese Funktion ergänzen, dennoch wäre wünschenswert, wenn Joomla eine Kommentarfunktion auch in den Standardumfang integriert.

Umständliche Bedienung

Die Bedienung von Joomla gilt als wenig anfängerfreundlich und die Lernkurve wird von vielen als steil teilweise sogar als zu steil beschrieben. Ohne Schulung finden sich Einsteiger nur schwer in der Administrationsoberfläche zurecht. Viele Nutzer, darunter auch fortgeschrittene Nutzer, berichten, dass die vielen Konfigurationsmöglichkeiten die tägliche Arbeit mit dem CMS erschweren.

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Abbildung 3.2: Screenshot Joomla-Einstellungen

Zeitaufwändige Beitragserstellung

Die Beitragserstellung mit Joomla ist zeitaufwendiger und umständlicher als mit anderen CMS. Das kostet im Alltag unnötig Zeit und Geld. Besonders Nutzer, die an die intuitive und einfache Beitragserstellung von WordPress gewöhnt sind, werden Schwierigkeiten beim Umstieg auf Joomla haben.

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Abbildung 3.3: Screenshot Joomla-Editor

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Drupal

Abbildung 4.0: Screenshot Drupal-Website
Abbildung 4.0: Screenshot Drupal-Website

Drupal wurde im Jahr 2000 vom Belgier Dries Buytaert veröffentlicht. Wie alle in diesem Vergleich vorgestellten CMS ist Drupal kostenlos und frei. Prominente Drupal-Nutzer sind die George Washington Universität und die Major League Soccer.

Nach Angaben von Statista hatte Drupal im Jahr 2020 einen weltweiten Marktanteil von 2,6%. Damit liegt Drupal hinter Joomla (3,8%), dem Shopsystem Shopify (4,7%) und WordPress (64,5%) auf Platz vier.

Drupal befindet sich auch heute noch in der Hand von Dries Buytaert und finanziert sich durch Sponsoren.

Vorteile Drupal

Ausgereifte Rechteverwaltung

Drupal bietet eine ausgereifte Rechteverwaltung. Die Rechte von Benutzern können entweder individuell geändert werden oder ihnen kann eine Rolle mit vordefinierten Berechtigungen zugeteilt werden.

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Abbildung 4.1: Screenshot Drupal-Rechteverwaltung

Benutzerdefinierte Inhaltsarten und Ansichten

Drupal verfügt über einen sehr flexiblen Ansatz zur Erstellung benutzerdefinierter Inhaltsarten und Ansichten. Die meisten anderen Content-Management-Systeme bieten zwar ebenso die Möglichkeit benutzerdefinierte Inhaltsarten und Ansichten zu erstellen (bei WordPress zum Beispiel mittels „Post Types„), die Umsetzung von Drupal gilt aber als die vorteilhafteste.

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Abbildung 4.2: Screenshot Drupal Benutzerdefinierte Inhaltsarten

Integrierte Mehrsprachigkeit

Mit Drupal können ohne Erweiterung mehrsprachige Inhalte erstellt werden. Besonders Unternehmen, die internationale Kunden bedienen, profitieren von dieser Funktion.

Nachteile Drupal

Keine automatischen Updates

Drupal bietet keine automatischen Updates. Prüft der Website-Administrator die Website nicht regelmäßig auf neue Updates, können Sicherheitslücken bleiben Sicherheitslücken offen. Im Ernstfall ist die Seite so nicht vor Angriffen geschützt.

Außerdem beklagen sich viele Nutzer über zu große Updates. Die schlechte Kompatibilität dieser Updates mit vorherigen Versionen verursacht erhöhten Entwicklungsaufwand. Das kann den Betrieb von Drupal-Seiten schnell teuer werden lassen.

Geringe Benutzerfreundlichkeit

Bei meiner Recherche für diesen Artikel bin ich immer wieder auf Drupal-Anwender gestoßen die über die unübersichtliche und wenig benutzerfreundliche Bedienung von Drupal geklagt haben. Für Einsteiger ist die Administration einer Drupal-Website nur schwer vorstellbar.

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Abbildung 4.3: Screenshot Drupal-Beitragserstellung

Wenige aktuelle Plugins und Themes

Das Verzeichnis von Drupal bietet zwar viele Plugins (über 39.000) und Themes (über 2.500), aber nur wenige sind mit der aktuellen Version kompatibel. In der Praxis sorgt das regelmäßig dafür, dass Drupal-Projekte teuer werden, da viel individuell entwickelt werden muss.

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TYPO3

Abbildung 5.0: Screenshot Typo3-Website
Abbildung 5.0: Screenshot TYPO3-Website

Seinen Namen verdankt TYPO3 seinem dänischen Erfinder Kasper Skårhøj. Dieser hat bei der Entwicklung von TYPO durch einen Tippfehler (englisch „typing error“, kurz „typo“) einen Teil seiner Arbeit verloren. TYPO gibt es bereits seit 1998, TYPO3 seit 2012.

Wie alle CMS in diesem Vergleich ist auch TYPO3 kostenlos und frei. Gemessen am weltweiten Marktanteil (rund 1,2 %) stellt TYPO3 in diesem Vergleich den Außenseiter dar. In Deutschland genießt TYPO3 bei Großunternehmen jedoch hohe Wertschätzung.

Vorteile TYPO3

Unbegrenzte Skalierbarkeit

TYPO3 ist das leistungsfähigste CMS in diesem Test. Selbst sehr große Websites mit mehreren zehntausend Unterseiten stellen TYPO3 vor keinerlei Probleme. Vor allem Unternehmen mit sehr komplexen Anforderungen an ihren Internetauftritt kommen an TYPO3 nur schwer vorbei.

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Abbildung 5.1.: Screenshot TYPO3-Dashboard

Flexible Rechteverwaltung

TYPO3 bietet eine sehr ausgereifte Rechteverwaltung. In TYPO3 lassen sich Benutzergruppen erstellen, denen sehr feingranular Berechtigungen zugewiesen werden können. Umfang und Flexibilität der Rechteverwaltung bescheren TYPO3 in unseren Augen die komplexeste Rechteverwaltung auf dem Markt.

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Abbildung 5.2.: Screenshot TYPO3-Benutzergruppen

Hohe Sicherheit

Bedingt durch die geringe Verbreitung ist das Interesse Sicherheitslücken aufzuspüren und auszunutzen eher gering. Regelmäßige Sicherheitsupdates tragen zum guten Ruf von TYPO3 im Thema Sicherheit bei.

Integrierte Mehrsprachigkeit

Auch TYPO3 bietet bereits im Standardfunktionsumfang die Möglichkeit, mehrsprachige Inhalte zu erstellen. Unternehmen mit internationalen Kunden werden diese Funktion zu schätzen wissen.

Nachteile TYPO3

Wenige Entwickler

Bedingt durch seine geringe Verbreitung sind Entwickler mit TYPO3-Erfahrung schwer aufzufinden. Hinzu kommt, dass die Nachfrage nach TYPO3-Entwicklern höher als das Angebot ist. Die Mischung dieser beiden Faktoren führt oft zu hohen Stundenhonoraren.

Unser Tipp: Achten Sie trotz begrenzten Angebots immer darauf, seriöse Agenturen bzw. Webentwickler zu engagieren. TYPO3 bietet für gute Entwickler ein Programm zur Zertifizierung ihrer Leistungen. Achten Sie bei der Auswahl ihrer Agentur auf diese Zertifikate.

Abbildung 5.1: TYPO3-Zertifikate
Abbildung 5.3.: TYPO3-Zertifikate

Hoher Entwicklungsaufwand

Der Entwicklungsaufwand für eine TYPO3-Website ist höher als für eine Website auf Basis eines anderen CMS. Das liegt größtenteils daran, dass für TYPO3 nur wenige Erweiterungen zur Verfügung stehen und viele Funktionen daher individuell entwickelt werden müssen.

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Was kostet die Entwicklung einer Webseite auf CMS-Basis?

Kosten für eine private Webseite auf CMS-Basis

Wenn Sie eine private Seite, zum Beispiel für einen Verein, erstellen möchten, können Sie Ihre Seite mit etwas Begeisterung für neue Technologien und dem richtigen CMS selbst erstellen. Besonders WordPress bietet sich dank seiner benutzerfreundlichen Bedienung zum Einstieg an.

In aller Regel genügt Ihnen für eine private Seite ein fertiges Theme aus dem Netz. Die Kosten für dafür liegen zwischen 20 und 80 Euro, manche Themes sind sogar kostenlos.

Für eine private Seite kommen Sie in der Regel mit dem Standardumfang der in diesem Vergleich vorgestellten CMS gut aus. Sollte doch mal eine Funktion fehlen, können Sie die fehlende Funktion mit einem Plugin nachrüsten. Die meisten Plugins kosten nicht mehr als 100 Euro, einige sind sogar kostenlos.

Ihnen ist sicher bekannt, dass Websites auch laufende Kosten verursachen. Die laufenden Kosten für eine private Seite halten sich in Grenzen. An einem Hostingvertrag kommen Sie in keinem Fall vorbei, für eine private Seite sollten Sie rund zehn Euro im Monat einplanen.

Kosten für eine professionelle Webseite auf CMS-Basis

Unternehmen können im Gegensatz zu Privatpersonen nicht auf fertige Themes zurückgreifen. Der Nachteil von fertigen Themes ist nämlich, dass viele andere Seiten das gleiche Theme nutzen. Zudem lassen sich fertige Themes nicht auf die individuellen Bedürfnisse und Wünsche eines Unternehmens anpassen. Aus diesen Gründen kommen Unternehmen in der Regel nicht umher, ein individuelles Theme bei einem Webentwickler oder einer Agentur in Auftrag zu geben.

Hinzu kommt, dass Unternehmen in der Regel auf einen Funktionsumfang angewiesen sind, der über den Standard hinaus geht. Nicht immer gibt es passende Plugins im Plugin-Verzeichnis oder im Netz. In diesem Fall ist es unumgänglich einen guten Webentwickler bzw. eine gute Agentur mit der Entwicklung des Plugins zu konsultieren.

Auch wenn die individuelle Entwicklung einer Seite in der Regel teuer ist, lohnt sich das in den allermeisten Fällen trotzdem. Professionelle Seiten bringen in aller Regel deutlich mehr Geld ein, als sie kosten.

Die Preise für eine kleine individuelle Webseite mit etwa fünf Unterseiten beginnen ab rund 2.000 Euro. Für größere Projekte gibt es keine Grenze nach oben.

Die laufenden Kosten halten sich auch für eine professionelle Website in Grenzen. Zumindest braucht man aber gutes Hosting, hierfür sollten Sie etwa 20 Euro im Monat einkalkulieren. Wurden kostenpflichtige Plugins benötigt, kommen oft jährliche Lizenzgebühren hinzu.

Zuletzt wäre da noch die Betreuung der Seite, wenn Sie das nicht selbst übernehmen können, müssen Sie eine Agentur oder einen Webentwickler damit konsultieren. Das normale Honorar für einen guten Webentwickler liegt bei 80 bis 120 Euro in der Stunde. Die Honorare für namhafte Agentur und Entwickler können auch schon mal bei 150 Euro und mehr in der Stunde liegen.

Fazit

Vorweg: DAS beste CMS gibt es nicht. Jedes CMS in diesem Vergleich hat seine Stärken und Schwächen. Die Auswahl gilt es daher immer nach den Anforderungen des Projekts zu treffen und so gezielt Stärken einzusetzen.

Für uns gibt es zwar keinen ganz klaren Sieger, dennoch zeichnet sich unserer Meinung nach ab, das vor allem zwei Systeme für die meisten Leser in Frage kommen dürften. WordPress und TYPO3.

WordPress bietet sich unserer Meinung für Websites ab einer Unterseiten bis zu Websites mit wenigen tausend Unterseiten an. Überschreitet Ihre Seite diesen Umfang oder sind Sie auf maximale Individualisierung angewiesen, sollten Sie TYPO3 wählen. TYPO3 ist die Enterprise-Lösung unter den CMS und stemmt selbst sehr große Projekte spielend.

Joomla und Drupal sind gute Lösungen, wir möchten sie an dieser Stelle ausdrücklich nicht schlecht machen, dennoch gibt es in unseren Augen nur wenige Gründe sie WordPress oder TYPO3 vorzuziehen.